Licht & Wohlempfinden


Große Fensterflächen stärken das Wohlbefinden. Jedenfalls, wenn die Fenster auf der Höhe der Zeit sind. Denn moderne Wärmeschutzfenster sind wahre Multitalente.

Helle, warme und von Tageslicht durchflutete Räume - große Fensterflächen bieten das gewisse Etwas, auf das Bauherren und Architekten nicht nur vor dem Hintergrund der Energiepreise verstärkt achten. Sie werten jedes Haus auf, bringen Helligkeit und Wärme in den Raum, ermöglichen Aus- und Einblicke und lassen kleine Zimmer größer wirken. Zudem ist Tageslicht lebenswichtig. Es hellt die Stimmung auf und fördert die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit. Kurz: Tageslicht ist Lebenselixier.
Ein weiteres Argument für die neue Liebe zu großen Fenstern ist der technischen Entwicklung der vergangenen 30 Jahre begründet, denn den Komfort von lichtdurchfluteten Räumen muss man nicht mehr mit hohen Heizkosten bezahlen. Im Gegenteil: Moderne Wärmeschutzfenster haben hervorragende Dämmeigenschaften und sorgen im Winter dafür, dass die Heizenergie im Raum bleibt und die Kälte draußen.
Ablesen lässt sich dieser Fortschritt am so genannten Uw-Wert. Er gibt an, wie viel Energie pro Quadratmeter Fensterfläche verloren geht. Zum Vergleich: Bei einfach verglasten Fenstern und Fassaden liegt der Wert zwischen 4,7 und 6,2 W/m2K. Alte Isolierglasfenster (vor 1995) haben Werte von 2,5 bis 3,0, heutige Fenster liegen bei knapp über 1,0, und Niedrigenergiefenster zum Beispiel für Passivhäuser weisen einen Wert von 0,8 auf. Mit den Energieverlusten ist auch das typische Kältegefühl verschwunden, das es früher bei großen Fenstern gab.
Was im Winter gewünscht ist, kann in der warmen Jahreszeit jedoch schnell zu viel sein - und die Flächen hinter großzügig verglasten Fassaden können sich stark aufheizen. Damit das Raumklima auch bei praller Sonne behaglich bleibt, ist der Nachweis eines sommerliches Wärmeschutzes schon in der Energieeinsparverordnung (EnEV) vorgeschrieben und Pflicht für Neubauten und Modernisierungen. Als Schutz vor Überhitzung sind verschiedene Maßnahmen geeignet. Zum einen außenliegende Verschattungssysteme - vom natürlichen Baumbestand bis zu Rollläden, Markise & Co. Etwas weniger effektiv sind Innenverschattungen wie Stores, Rollo und Jalousien, die hinter der Fensterscheibe angebracht sind und damit zwar das Licht, nicht aber die Wärme schlucken. Dieses Problems nehmen sich Systeme mit spezieller Beschichtung an. Eine weitere Alternative sind Sonnenschutzgläser, die sich bei Sonneneinstrahlung selbsttätig oder auf Knopfdruck verdunkeln.
Mit immer dichteren Fenstern steigen die Anforderungen an die Luftzirkulation. Um das Raumklima zu verbessern, haben sich Spaltlüfter bewährt. In den Falz zwischen Flügel und Blendrahmen geschraubt, erlauben die Vorrichtungen einen begrenzten Luftaustausch, ohne das Einbruchrisiko zu erhöhen.
Ebenso wie der Austausch alter oder zu kleiner Fenster bietet sich auch der Einbau von Dachfenstern an. Denn über die Räume unter dem Dach strömt besonders viel Tageslicht und Wärme ins Haus.